Thailand mit Verboten für Touristen

Sonntag, 3. Juni 2018


Nachdem bereits die Philippinen ihre Trauminsel Boracay aus Gründen des Umweltschutzes vorübergehend für Touristen gesperrt haben, zieht Thailand nach. Auch in diesem beliebten Urlaubsland bedroht der immer stärker zunehmende Massentourismus die Umwelt.

Maya Bay - The Beach

Maya Bay – Kulisse des Films „The Beach“.

Der aus dem Hollywoodfilm „The Beach“ bekannte Strand von Maya Bay, der sich auf der Inselgruppe Phi Phi befindet, ist seit dem 01.06. für Touristen gesperrt. Vier Monate lang sollen die Korallenbänke vor dem Strand die Möglichkeit erhalten, sich vom Touristensturm zu erholen. Zur Hauptsaison im November wird der Strand jedoch wieder für Touristen geöffnet werden. Die Anzahl der erlaubten Badegäste soll jedoch von bisher 5.000 auf 2.000 reduziert werden.

Auch die Ferieninsel Ko Similan wird von Touristen nur noch eingeschränkt genutzt werden können. Obwohl die ungefähr eine Stunde Bootsfahrt von der Küste entfernte Insel bisher als Geheimtipp galt, scheint der zunehmende Tourismus ihr zugesetzt zu haben. Die zuständige Behörde beschloss daher, Übernachtungen auf Ko Similan zu verbieten. Die Umsetzung ist einfach, da alle Campingplätze und Bungalows auf der Insel in staatlichem Besitz sind. Für Tagestouristen bleibt die Insel weiterhin geöffnet.

Die von den zuständigen Behörden gezogenen Konsequenzen werden von Experten als wichtige Schritte aufgefasst, auch wenn die bereits vorhandenen Umweltschäden durch zeitweise Schließungen nicht ausgemerzt werden können. So sagt der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, dass zeitweise Schließungen ein Stück weit helfen könnten. Dauerhafte Schließungen, die für die Umwelt ideal seien, wären aus touristisch-wirtschaftlichen Gründen hingegen nicht möglich.

Die Traumstrände Thailands werden Urlaubern also weiter erhalten bleiben – die zuständigen Behörden verlangen jedoch ein umsichtigeres Verhalten. Das Wegwerfen von Plastikmüll hat laut Medienberichten ebenso zum Umweltdesaster beigetragen wie das Abbrechen von Korallen durch Touristen. Auch nach der Erholung der Umwelt wolle man besser auf den Schutz dieser achten.